Na Semlje
von  Samson Gljaser
übersetzt aus dem russischen von Henry Levenstein

Mönch, Russischer, Eule, Habicht, Schwalbe, Matrose, Stern, Fisch und Kastendrachen    


Drachenbauanleitungen  

   
Drachen " Monach " ( Mönch )
Der einfachste Drachen, den man aus einem Bogen Papier machen kann heißt " Monach ".Man nimmt einen quadratförmigen Bogen Schreibpapier, oder besser Zeichenpapier 250 x 250 mm und faltet ihn so, wie auf der Zeichnung zu sehen ist. Den Schwanz macht man aus einem Stoffstreifen, oder Bast von etwa 1 bis 1,25 m Länge. Ohne Schweif wird der Monach nicht fliegen. Man muß diesen Drachen gegen den Wind aufsteigen lassen.
 





 
Russischer Drachen
Dieser Drachen wird aus flachen, rechteckigem Papierbogen gemacht, welche auf zwei dünnen Kieferstäbchen befestigt werden. Wie man ihn macht ist auf der Zeichnung zu sehen.
Für einen kleinen Drachen genügen zwei Stäbchen, sie werden wie der Buchstabe X zusammengelegt und auf den Papierbogen geklebt. Bei größeren Drachen reichen zwei Stäbchen nicht aus. Man braucht dann noch zwei größere etwa 750 mm lange Stäbe, welche diagonal aufgelegt und befestigt werden. Oben werden Sie mit einer 450 mm langen Leiste verbunden. Wenn der Drachen noch größer werden soll, dann benötigt man noch eine vierte Leiste, welche im Zentrum des Drachens befestigt wird. Ist das Gestell fertig und mit Fäden verbunden, muß man es mit Kleister beschmieren und auf dasselbe Papier zum Abspannen befestigen. Ist der Drachen getrocknet, dann werden die Spitzen der Leisten mit einem Faden etwas zusammengezogen, damit sie einen leichten Bogen bilden um eine größere Stabilität beim Fluge zu erhalten. Die Ausstattung des Drachens wird mit Hilfe von drei Fäden  gemacht.
Der Regel nach muß der obere Teil des Zaumes so lang sein, damit er genau diagonal liegt und seine Spitze an der Stelle, wo der Knoten gemacht wird, auf das Zentrum des Drachens zu liegen kommt.
Der untere Teil des Zaumes muß so lang sein, damit beim Auslegen auf den Drachen, der Knoten direkt auf den Mittelpunkt der obersten Leiste kommt. Von der Länge und der Schwere des Schweifes hängt die Stabilität des Drachens beim Fliegen ab und wenn darüber vorher nicht gedacht wird, fliegt der Drachen nicht sehr hoch und kann hinunterfallen.
 


Drachen  " Ssowa " ( Eule )Für solche Drachen benötigt man einen lange Leiste aus Bambus. Man muß sie in Wasser kochen und dann so biegen, daß man ihre unteren Enden in einer Entfernung von 50 - 60 mm vereinigen kann. Wenn das Gerüst fertig ist, muß man es mit Papier verkleben und bemalen, wie es auf der Zeichnung zu sehen ist. Damit die Drachen beim Fliegen stabil sind, muß man an ihnen einen Schwanz befestigen, der nicht kürzer sein darf als 2 - 3 Längen der ganzen Figur. Dabei muß man am Ende des Schwanzes noch irgendein Gewicht befestigen, um die ganze Konstruktion im Fluge auszugleichen. Den Schwanz macht man besser aus farbigen Bändern.





 
Drachen  " Jastreb " ( Habicht )Nach dem ein Bogen Papier in Quadrate eingeteilt ist, kann man einen Drachen von beliebiger Größe machen. Dann werden die Ränder der Konturen an das Gerüst befestigt. Das Gerüst besteht aus drei Leisten, von denen die eine, die wesentlichste - der Flugzeugrumpf des fliegenden Vogelmodells ist, während die anderen mit Hilfe von Drähten oder Buchsen an ihnen befestigt werden und damit die Stabilität der Flügel beim Fliegen gewährleistet. Der Zaum des Drachens wird aus kräftigem Garn gemacht und der Schwanz mit irgend einem Gewichte schwerer gemacht. Es können sogar Metallkügelchen oder Bleiplomben sein. Dank diesem Gewicht kann man den Drachen " Habicht " auch ohne den gewohnten Schweif steigen lassen.
 
 
 

 












 
 
Drachen   " Lasstotschka "  ( Schwalbe )Die Größe und wie dieser Drachen hergestellt wird ist auf der Zeichnung zu sehen. Diesen Drachen macht man am besten aus dünnen Bambusspähnen. Das Gerüst des Drachens wird mit dünnen Seidenpapier umklebt. Der Drachen " Schwalbe " kann auch ohne zusätzlichen Schweife fliegen, doch für die Anfänger des Drachensportes ist es geeignet an den Schwanz des Drachens einen Schwanz aus Bändern oder Bindfäden zu befestigen. Mit so einem Schwanz wird der Drachen in der Luft widerstandsfähiger sein.

 







  
Drachen   " Matrose "

Wenn das Gerüst, dessen Ausmasse auf der Zeichnung angegeben sind, mit Fäden verbunden und fertig ist, dann muß es mit dünnem Seidenpapier oder Pauspapier umklebt und danach bemalt werden. An den Händen werden die Zäume befestigt und an den Beinen der Schwanz.
 

 
 






 
 
Drachen   " Sweda "  ( Stern )

Die Umrisse des Drachens müssen im voraus in natürlicher Größe gezeichnet werden und erst danach wird mit der Montage begonnen.
Der Zaum des Drachens kommt mit dem Hauptfaden des Fesseldrahtes zusammen. Mit Hilfe dieses Fadens kann man nach oben verschiedenste Depeschen und alle möglichen Figuren schicken, welche dann mit kleinen Fallschirmen herabsinken. Der Zaum wird an die drei obersten Strahlen befestigt. Der Schwanz wird an den unteren Strahlen befestigt und seiner Länge nach muß er nicht kleiner als zwei Durchmesser des Drachens sein.





 
 
Drachen   " Ryba "   ( Fisch )
Dieser Drachen ist einfach zu machen. Man nimmt dafür eine dünne Bambusleiste ( man kann auch einen biegsamen Weidenzweig nehmen),
biegt sie in Form einer verlängerten Ellipse und läßt ihre Enden in einer Entfernung von 30 - 40 mm überkreuzen, damit ein Gerüst für den Schwanz des Fisches gebildet wird. Um größere Festigkeit zu erreichen wird im obersten Drittel des Drachengerüstes eine quer verlaufende Leiste befestigt, welche auch dafür dient um beim Kleben die Festigkeit des Papiers zu bewahren. Bei der Zeichnung
" Fisch " sind die Masse nicht angegeben. Dies ist nicht zufällig. Die Sache ist die, daß solche Drachen verschiedenste Größen besitzen von 100 mm  bis  2 Meter. An den Schwanz des Fisches befestigt man gewöhnlich einen Drachenschwanz,
der dem Drachen die nötige Stabilität verleiht.







 
Drachen im Firmament
Diesen Namen ( Drachen ) haben die Drachen wahrscheinlich von den märchenhaften Drachen bekommen, welche bei Festen der Völker des Ostens fliegen.
( Anmerkung: im Russischen " Drachen   " wosduschnaja smeja " Luftschlange )
Auch unsere Flugmodellbauer begeistern sich mit dem Bau von Figurendrachen in Form von Drachen.
Im Journale " Juny Technik " ( Junger Techniker ) 1966,
ist eine Notiz veröffentlicht, in der die Redaktion ihren Lesern versichert, daß der Bau eines solchen Drachens nicht schwierig ist.
 

Um diesen Drachen zu bauen benötigt man Holzleisten, kräftigen Stoff, oder Papier für die Bespannung, Fäden ( Garn ) und Kleister.Die Größen sind auf der Zeichnung angegeben.
Wichtig, daß alle Längen den gleichen Schnitt und das gleiche Gewicht besitzen. Den gleichen Schnitt müssen auch die Querholzleisten haben. Die Details werden mit Kleister beschmiert und mit Garn umwickelt. Der obere und untere Kasten haben die gleiche Größe und werden aus einem Schnittmuster gemacht. Bei Anfertigung des Schnittmusters, müssen an allen Seiten Schnittzugaben von 10 mm gemacht werden. Die Schnittzugabe längs wird nach innen geknickt um doppelte Naht für kräftige Fäden zu bekommen, welche der Bespannung größere Stabilität verleihen. An den Knicken lassen wir die Enden der Fäden 70 - 80 mm heraus, um die Längsholme an die Bespannung zu befestigen.Die auf diese Art vorbereiteten Streifen müssen jetzt in Kantenform oder Ringen geklebt oder genäht werden. Wenn die geklebten Teile der Bespannung getrocknet sind, kann der Drachen montiert werden. Der obere Faden hat eine Länge von 550 mm, der untere 900 mm. Man verbindet die Enden des Zaumes und befestigt an ihr die Fesselschnur mit Hilfe deren man den Drachen in die Luft steigen läßt. Als Fesselschnur kann man festes Garn benutzen.