Luftabwehrdrachen


Drachenflieger

Vergessene Kämpfer, die über den Trichterfeldern der Materialschlachten schwebten:

Wenn hier vom dem kühn und gefahrvoll anmutenden Aufklärungsmittel des Drachenflugs berichtet wird, muß darüber fast wie von einer – vergessenen Waffe gesprochen werden. Denn seltsamerweise sind die einstigen Drachenzüge trotz des häufigen und bedeutungsvollen Einsatzes, insbesondere in den gewaltigen Material und Massenschlachten der Jahre 1917-18, selbst vielen einstigen Kriegsteilnehmern unbekannt geblieben.

Diese Tatsache findet in eine doppelte Erklärung. Einmal in der gegenüber den Millionenheeren verschwindend kleinen Anzahl überhaupt zur Verfügung stehender Drachenflieger, zweitens: man darf schon sagen, in ihrer Unsichtbarkeit. Denn nur als winzige Schwerpunkte eines von unten aus hauchdünn erscheinenden und kaum sichtbaren Gespinstes bringen jene tapferen Piloten hoch oben in sturmgepeitschen Höhen, um dem Gegner immer wieder . . . . .

(
hier fehlt die nächste Seite)

Der Artikel und die folgenden Fotos stammen aus der Kölner Illustrierte 1937.






Einer von Zwölfen
Je nach der Stärke des Windes halten fünf bis zwölf Drachen den Piloten in der Luft.
Das Erdkommando hat die schwierige Aufgabe,
jeden der leichten Apparate beim Auflassen genau gegen den Wind zu stellen.





Fertig zum Start:
Ein Drachenzug wird vor dem Aufstieg zum letztenmal auf Festigkeit und Kopplung geprüft.





Nur an einem „Faden„ hängt des Leben des Beobachters:
An dem Zugkabel der Motorwinde.
Ein Artillerietreffer, der das Seil zerreißt, bedeutet, den Absturz.
Nicht immer gelingt es dem Flieger, seinen Fallschirm noch rechtzeitig zu öffnen . . .