Flughöhen - Ermittlungsgerät    

Aus dem Buch
  Lustige Windvögel 
von Waldemar Nissen und Bruno Horstenke
1953 
 


Gar mancher Drachenbesitzer dürfte an der Ermittlung der jeweiligen Flughöhe seines Drachens stark interessiert sein.
Oft werden von anwesenden Zuschauern die widersprechendsten Schätzungen über die Flughöhe eines Drachens zum besten gegeben. Schon aus diesem Grunde sollte der Besitzer eines leistungsfähigen Drachens in der Lage sein, jederzeit die Flughöhe desselben bestimmen zu können. 
 
 Das in den Abbildungen 24 und 25 dargestellte Gerät ermöglicht auf einfachste Weise die Bestimmung der Flughöhe.



  


Abb.24  Um mit dem Gerät arbeiten zu können, ist es erforderlich,die Drachenschnur in gleichmässige Abstände von je 50 m einzuteilen und zu kennzeichnen.





Dies kann z. B. durch verschiedenfarbige Markierungen geschehen.
Wollen wir jetzt die Flughöhe des Drachen ermitteln, so müssen wir zunächst an Hand der Markierungen festzustellen, wieviel Meter Schnur abgelassen sind. Darauf nehmen wir den in Abbildung 24 gezeigten Winkelmesser zur Hand und visieren, genau wie bei einem Gewehr über Kimme und Korn, auf den Drachen.
Das am Winkelmesser vorhandene Lot zeigt hierbei den genauen Visierwinkel an, den wir uns merken.
Mit Hilfe dieses Winkels ist es dann ohne weiteres möglich, die Flughöhe aus der Tabelle, Abbildung 25, zu bestimmen.Nehmen wir das folgende Beispiel an: es seien 600 m Schnur abgelassen und der gemessene Visierwinkel betrage 60 Grad.Wir suchen auf der waagerechten Linie der Tabelle die Zahl 600 auf, verfolgen die kreisförmige Line bis zum Winkel 60 Grad und gehen dann waagerecht nach links.  
Dort, wo die waagerechte Linie die senkrechte Linie schneidet, lesen wir die Zahl 525 ab.
Die senkrechte Flughöhe des Drachen beträgt also 525 m.

 

Dieser Entfernungsmesser bei Berlin verfolgte 1933 den Flug des Drachen bis in mehrere Kilometer Höhe.