Gottlob Espenlaub 
 

 
Am 9 Juli 1920 begann für G. Espenlaub auf der Wasserkuppe das Fliegerleben.  
 
 
Gottlob Espenlaub mit seinem ersten Hängegleiter auf der Rhön im Herbst 1921 
  

 Nach 50 Jahren wieder am Platz wo alles anfing
Am 9. August 1970
Neil Armstrong (USA) mit den deutschen Segelflugpionieren Willi Pelzaner und Gottlob Espenlaub (rechts) zu Besuch auf der Wasserkuppe.
  Es war im vergangenen Jahr,  auf dem Cody S


 
   
 Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Roloplan läßt sich nicht verleugnen.

 
        Gottlob Espenlaub versah seine Drachen mit Werbezügen und mit religiösen Aufschriften. 

 
 
Auch diese Drachen erinnern mich sehr stark an den Roloplan. 



  Gottlob Espenlaub 
Vom  zum Raketenflugzeug zum Drachenbau
Die ersten Raketenflüge der Geschichte

In allen Fliegerkreisen war es ein offenes Geheimnis,  daß Gottlob Espenlaub (1901 bis 1972 ) vor keiner Gefahr zurückschreckte. Deshalb hatte sich auch Soldenhoff - sozusagen in letzter Instanz - an ihn gewandt,  und zwar mit Erfolg. Es ist also nicht verwunderlich, wenn der Ingenieur Sander, tatkräftig propagandistisch unterstützt von Valier, an Espenlaub mit dem Ersuchen herantrat einige Flugversuche mit den von ihm erfundenen Raketen auszuführen.
Alle Proben ähnlicher Art waren bisher mehr oder weniger ergebnislos verlaufen. Fritz von Opel hatte das erste Raketenauto gesteuert,  und Kürten war damit auf dem Nürburgring gefahren. Die ersten Sprünge mit einem Raketen-Flugzeug versuchte Fritz von Opel, ebenso Fritz Stamer auf der Wasserkuppe. Doch irgendein greifbares Ergebnis war nicht zustandegekommen.
Nun versuchten Sander und Valier ihr Glück bei Espenlaub,  der sich auch nach einigen Besprechungen zu den Flugversuchen bereit erklärte.  So begannen im Spätsommer des Jahres 1929 die Vorbereitungen in Düsseldorf - Lohausen.
Zwei Raketen von je 300 Kilogramm Schubkraft wurden hinter dem Pilotensitz eines Segelflugzeuges eingebaut. Nachdem sich Espenlaub von einem Motorflugzeug hatte hochschleppen lassen, klinkte er in ungefähr zwanzig Meter Höhe das Verbindungsseil aus und schaltete eine Rakete ein.
Unter ungeheurem Getöse wurde die leichte Maschine von einem langen Feuerstrahl in die Höhe geworfen,  das Seitensteuer war jedoch von der Feuergarbe erfaßt worden und brannte trotz seines Asbestschutzes ab.   Der Pilot sah sich daher zur Landung gezwungen,  ohne die zweite Rakete zur Auslösung zu bringen. Das brennende Seitensteuer trennte sich noch in der Luft von dem Flugzeug,  nur der Ruhe und Erfahrung von Gottlob Espenlaub war es zu verdanken,  daß er ohne jede weitere Beschädigung glücklich landete.
Dieser erste Raketenflug war selbstverständlich wieder eine Sensation für die Presse.
Am Abend des 22. und am Morgen des 23. Oktober konnte man folgendes in der deutschen und ausländischen Presse lesen.
 
In der "Berliner illustrierte Nachtausgabe"
vom 22 Oktober 1929 stand folgender Artikel über Gottlob Espenlaub.

  Gefährlicher Flug mit einem Raketenflugzeug.
Das Flugzeug Espenlaub beginnt in der Luft zu brennen.
 

Der Pilot unverletzt.Flug mit einem schwanzlosen Flugzeug.
Praktische Verwendungsmöglichkeit?

Auf dem Flugplatz Düsseldorf  - Lohhausen werden zur Zeit Versuchsflüge,  mit Flugzeugtypen eigenartiger Konstruktion unternommen.  Heute sollte das Raketenflugzeug "Espenlaub,  Rak.  I" zum erstenmal starten.
Der Flieger Espenlaub ließ sich durch ein Motorflugzeug mit seinem Raketenflugzeug in die Luft heben.
Etwa in 20 Meter Höhe  wurde das verbindende Seil gelöst.  Nun sollte der Raketenantrieb einsetzen.
Die erste Rakete mit einer Hubkraft von 350 Kilogramm entzündete sich mit einem langen Feuerstrahl und warf das Flugzeug blitzschnell in die Höhe.  Durch die Feuergarbe wurde aber das Seitensteuer erfaßt,  und es brannte trotz seines Asbestschutzes ab.  Der Pilot sah sich daher zur Landung gezwungen, ohne die zweite Rakete gezündet zu haben.
Das brennende Triebwerk trennte sich noch in der Luft von dem Flugzeug und fiel zu Boden,  ohne das die Flammen auf den Rumpf des Flugzeuges übergriffen, so daß es dem Piloten gelang, den Erdboden glücklich zu erreichen.
Es wurde weiter experimentiert und es wurden noch einige Flugversuche mit dem Raketenflugzeug durchgeführt,  doch es wurden keine Vorschritte erzielt,  nach einem weiteren Absturz, den er schwer verletzt überlebte,
wurden die Versuche eingestellt.
 

G. Espenlaub (rechts) mit dem Prinzen Heinrich von Preußen 
auf dem Tempelhofer Flugfeld. 
 
 
Schwanzloses Raketenflugzeug beim Start. 
 
 
Das Raketanflugzeug beim Start.
 
Gottlob Espenlaub in seinem Raketenflugzeug.
 
Während des Krieges 1941 konstruierte G.  Espenlaub auch Luftabwehrdrachen besonderer Größe, die wie Fesselballons als Sperrgürtel um Industrieanlagen und Flughäfen eingesetzt werden sollten.
Leider sind nur weinige Fotos dieser Drachen vorhanden.
Schriftliche Unterlagen zu den Drachen sind gar nicht vorhanden.
 
Transport zur Ausstiegsstelle
 
Auf dem Anhänger werden die riesigen Luftabwehrdrachen 
auf die Wiese gebracht. 
 
Mit einer Fahne wird signalisiert das der Drachen zum Start fertig ist. 
 
Auch Bruchlandungen gehörten zum Alltag.
 
Auf verschiedenen Flugplätzen in Berlin 
und Wuppertal kamen während des 
II. Weltkrieges diese Drachen von 
G. Espenlaub zum Einsatz. 
 
 
 


  Die ersten Versuche mit einem Drachen der mit einem Propeller versehen ist.  
 
Der Drachen wird aus der Halle geholt. 
Sollte der Drachen, falls der Wind nicht mehr ausreichte, durch Anlassen des Propellers das Abstürzen zur Erde vermeiden ? 
 
Am unteren Ende des Drachen können das Gestell für den Sitz und Stützräder für den Transport erkannt werden 
 
Im Ort war es immer ein Ereignis wenn der Drachen zur Wiese gebracht wurde.
 
 Alle helfen mit den Drachen auf die Wiese zu bringen.
 
Es waren immer  helfende Hände vorhanden, 
den Drachen auf die Wiese zu bringen. 
 
G. Espenlaub sitzt in dem Drachen. 
 



  Über diese Versuche sind leider keine Unterlagen mehr vorhanden.  

Nach dem Krieg befaßte sich G. Espenlaub mit der ungewöhnlichen Konstruktion von Fahrzeugen.
Sie bestachen durch ihr faszinierendes Design.
1953 berichtet eine Fachzeitschrift, daß die deutsche Firma Espenlaub den Prototyp eines Personenwagens herausgebracht hat. Es ist ein viersitziges Coupé mit einer aus Schalenbauweise hergestellten Aluminiumkarosse. Das Fahrzeug hatte Frontantrieb, sein 1000 cm 3  Motor leistete
40 PS.  Man hoffte bei einem monatlichen Absatz von 30 Fahrzeugen ihn zum Preis von 8000 DM anbieten zu können.

  Die beide Coupés von 1952/53:

 
 
 

 
 
 
 

 

Das kleine Coupé  Bei dem rechten Fahrzeug fällt Espenlaubs Vorliebe für extrem flache Windschutzscheiben auf. 
 

 
Am 17 Mai 1969 stand in der Wuppertaler Zeitung dieser Artikel von Gottlob Espenlaub
Das unbekannte "Flugobjekt"

Ein sonderbarer Flugkörper, der über dem Rastplatz an der Blombachtalbrücke schwebte, ließ er die Ausflügler rätseln, wem er gehörte und was für eine Funktion er habe.Weil die Flügelspitzen des dunklen Drachen leuchtend rot angestrichen waren, tippte man auf ein Flugpobjekt der Bundeswehr oder einen Autobahn - Hubschrauber.
Einige Spaziergänger regten sogar an, die Polizei zu rufen. Schließlich löste sich das Rätsel auf harmlose Weise: am Ende des Seils, an dem der Drachen befestigt war, stand der Fabrikant Gottlob Espenlaub.  Er hatte das Modell, das im Krieg zur Abwehr feindlicher Flugzeuge benutzt wurde, zum Hobby nachgebaut.
 

 
Gottlob Espenlaub mit seinem Ufo Drachen