Der Roloplan
 

von Curt Möbius

aus dem Buch   " Drachen-Bau und - Sport " 1968
 


 Roloplan 2er - 150 cm


Der sogenannte Roloplan zeichnet sich durch gutes Steigen, selbst bei schwachem Winde aus.
Die Herstellung ist ebenfalls nicht schwer.


Material wie folgt :
 

    Benennung        Material       Maße mm      Stück
      Mittelstab          Fichte   1500 x 18 x10         1
     Querstäbe          Fichte       65 x 12 x 6         4
     Bespannung          Batist         130 x 75         2
     Spannschnur        Stoffband              300         8
  Verbindungsstück       Eisenblech     120 x 12 x 1         2





 
 Die 4 Querstäbe werden, durch einen Blechstreifen zusammengehalten, damit die an sich wenig elastischen Fichtenstäbe eine entsprechende Knickung nach hinten bekommen.
Diese Knickung (V-Stel-lung) vermeidet ein Pendeln des Drachens. Der ganze Drachen erhält durch die Spannschnur seine Formgebung, darum soll diese schon etwas kräftig gehalten sein.
Als Bespannung wähle man möglichst verschiedenfarbigen Batist, damit der Rolloplan ein lebhaftes Aussehen erhält.
Der Stoff wird an seinem oberen Ende zu einem Saum umgenäht, der genügend groß ist, um die Querstäbe aufnehmen zu können.

 Die Stoffspannbänder werden gleichzeitig mit dem Umnähen der übrigen Seiten der Bespannung fest eingenäht.
Am vorteilhaftesten verfährt man, wenn man sich zunächst das Drachengerüst provisorisch zusammen-stellt. Hierdurch erhält man die genauen Maße der Stoffbahnen.In der Abbildung ist die Art der Halteschnurbefestigung angegeben.
Versuche mit weniger Befestigungsstellen haben keinen Zweck, denn es sind unbedingt 6, besser noch 7 Befestigungspunkte am Drachen erforderlich.
Auch der Roloplan kann ohne größeren Zeitaufwand zerlegbar gemacht werden. Eingangs wurde schon erwähnt, daß der Roloplan sehr gut steigt.
Nicht allein das, er gibt auch die kleinsten Windschwankungen infolge seiner Windempfindlichkeit an.Es kann vorkommen, daß er plötzlich steigt, oder einfach nach rechts oder links schießt. Die Ursache ist dann immer ein wechselnder Wind. Oftmals erhält der Drachen auch Oberdruck ( bei sehr steiler Lage der Halteschnur ) und stürzt dadurch einfach ab.
  Durch vorsichtiges Nachlassen und Anziehen der Halteschnur kann man den Drachen wieder in seine Fluglage bringen.