Bogenspitzdrachen

Ein alter Drachen im neuen Gewand

Zu den ältesten und schönsten Flachdrachen gehört der Spitzbogendrachen, aus dem Jahr 1888, den ich Ihnen hier vorstellen möchte.
Für das Segel des Bogenspitzdrachen benötigen wir zwei Stäbe. Der Drachen hat eine Höhe von 1,50 m und ist 1,00 m breit. Für den Längs- und Querstab benötigen wir je eine 6 mm dicke Kohlefaser - Glasfieberstange, sicherlich können für den Bau dieses Drachens auch Holzstäbe
benutzt werden.

 


Entlang der Kanten markieren wir eine 2 cm breite Hilfslinie für die Säume, an der gebogenen Seite wird ein doppelter stärkerer Saum gewählt.
Auf das gesäumte Segel markieren wir nun die 4 cm Hilfslinie für die Bogentasche, falten die Kanten auf diese Linie um und nähen sie etwa 4 mm von der Kante entfernt. Nun markieren wir in der Segelmitte die Taschen durch die der Längsstab geführt wird und mit Hilfe dieser Mittelliene wird auch die Position der Waagepunkte festgehalten. Die 10 cm langen Laschen werden in der Mitte gefaltet und die beiden Enden etwa 1 cm nach innen umgeschlagen. Die Laschen werden an die Waagepunkte gelegt und festgenäht. Eine Seite der Tasche für die Querstange wird mit einem Klettband versehen, so läßt sich der Drachen schnell aufspannen. Die 2 m lange Waageschnur wird an die Lasche des Segels geknotet. Den Punkt für das Einlegen der Waage wählt man so, daß der Drachen einen Winkel von etwa 30 Grad zum Boden hat. Durch seine Tendenz nach außen zu drücken, spannt dieser Drachen das Segel auf und gibt ihm seine typische Form. Für diesen Drachen machen wir einen Fransenschwanz. Die Fransen schneiden wir in einem Abstand von 1 bis 3 cm ein. Darauf achten, daß dabei der Saum nicht beschädigt wird. Die Schnitte beginnen kanpp hinter der Saumkante. Die Quasten werden aus einem Stück von 20 x 20 cm gedreht. Eine Kante erhält einen doppelten Saum. Nun schneiden wir die Fransen möglichst dünn. Dann rollen wir, bei der Lasche beginnend, die quaste zusammen und binden sie unter dem Saum fest zusammen. Die Quasten an den Seiten des Drachen und am Ende des Schwanzes sollen ein optischer Abschluss sein.